Boa Vista – Cabo Verde

BoaVista01

English: Pictures are at the end of this page.

For this years break of the dark and cold winter I found myself on Boa Vista, an island of Cabo Verde. I didn’t know what I’ll find there before, so I took freestyle and wave equipment with me. Afterwards I can tell you, that I was riding freestyle for only 5 minutes in 2 weeks. The swell was on all the time. Waves between 1 and 5 meters were breaking on the shore depending on swell and tide. Sounds perfect, but you have to be fine with one disadvantage. The wind was low and really gusty. You have to get used to ride big kites in big and powerful waves. You can get the wave of your life, or stand in front of a barrelling 4 meter face without any power in your kite.

A short conclusion of the trip:

  • First days were with super light wind for the 12m Flexifoil Hadlow ID and clean 1-2 m waves.
  • The 3rd day the fin of my surfboard hit my face during a surf session leaving a cut above my eye. I ended up in the hospital and got 2 stitches to close the cut. What surprised me a lot was, that visiting the hospital was cheaper than the cab back to the beach.
  • I was told to stay out of the water for 7 days. Luckily I missed only 1 day of wind. I learned a card game from guys of Finland and enjoyed the sun.
  • 6 days after the accident my girlfriend removed the stitches and I went back to the ocean with the wind kicking back in.
  • The wind was good for the 10m Hadlow ID for the rest of the trip with the swell increasing a lot. It’s really impressive to ride those huge and long lines.
  • Highlight was a total of 7 cutbacks on one wave.
  • 2nd last day was nearly impossible to ride due to the biggest shore break I ever kited in. I was riding strapless and without board leash, so I had to be lucky to get out and ride a wave back to the beach instead of being washed for a long time.
  • The last day was perfect. Really long and big waves without any choppy water and for the first time constant wind.
  • Luckily all my kites and boards left the island in one piece.

What else to say? The sun on Cabo Verde is really strong. I was outside once without shirt and protection lotion for ½ hour and got the worst sunburn on my shoulders I ever had. The social behaviour of cockroaches is interesting if you don’t look on the disgusting side of the story. I had to catch a lot of them in the evenings. Once my girlfriend walked on one and 5 others came to carry the dead one back under the couch. A nice experience was to kite next to big turtles swimming in the ocean and big fish jumping around, also above the nose of my board. The local people are really kind. They help whenever you need help and are always happy to share some stories. We only took our compact camera with us, which was definitely a mistake. To get pictures from the big waves starting to break far in front of the beach you need a good camera equipment. Next time we’ll be smarter.

Deutsch: Bilder sind unter dem Text.

Um den kalten und dunklen Winter zu unterbrechen, flog ich in diesem Jahr nach Boa Vista, eine kapverdische Insel. Zuvor wußte ich nicht, was mich dort erwarten wird, also nahm ich Freestyle- und Wavematerial mit. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich nur 5 Minuten Freestyle in 2 Wochen gefahren bin. Abhängig von Swell und Tide brachen durchweg Wellen zwischen einem und fünf Metern Höhe vor dem Strand. Das klingt erst einmal perfekt, aber es gibt einen kleinen Haken. Der Wind war gering und sehr böig. Man muß sich daran gewöhnen große Kites in großen Wellen zu fliegen. Man kann die Welle seines Lebens reiten, oder aber ohne Druck im Kite vor einer 4m hohen, hohl brechenden Welle stehen.

Eine kurze Zusammenfassung der Reise:

  • Die ersten Tage war nur sehr leichter Wind für den 12er Flexifoil Hadlow ID und saubere 1-2 m hohe Wellen.
  • Am dritten Tag traf mich die Finne meines Surfboards im Gesicht und hat einen Schnitt oberhalb des Auges hinterlassen. Ich mußte zum Nähen ins Krankenhaus. Erstaunlicherweise war der Aufenthalt im Krankenhaus günstiger als das Taxi zurück zum Strand.
  • Ich sollte nun eine Woche nicht ins Wasser gehen. Glücklicherweise habe ich nur einen windigen Tag verpaßt. Zwei Finnen haben uns ein neues Kartenspiel beigebracht und wir haben die Sonne genossen.
  • Sechs Tage später hat meine Freundin die Fäden gezogen und ich konnte pünktlich zum zurück kehrenden Wind wieder kiten.
  • Der Wind reichte für den 10er Hadlow ID für den Rest der Reise. Der Swell nahm auch mit jedem Tag zu. Es ist wirklich beeindruckend, wie hoch die Wellen dort werden können und wie lang sie so laufen.
  • Highlight war eine Welle auf der 7 Cutbacks möglich waren.
  • Am vorletzten Tag war es nahezu unmöglich raus zu kommen. Der Shorebreak war der größte, in dem ich je gefahren bin. Ich bin immer strapless und ohne Leash gefahren. Mit Glück schaffte ich es raus und auf einer Welle zurück zum Strand. Ohne Glück ging es auch zurück zum Strand, aber in einem einzigen ewig langen Waschgang.
  • Am letzten Tag war alles perfekt. Die Wellen waren groß und sehr sauber und zum ersten Mal war der Wind nicht böig.
  • Glücklicherweise hat es mein komplettes Material geschafft, die Insel unzerstört zu verlassen.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Die Sonne auf den kapverdischen Inseln ist sehr stark. Einmal war ich ohne Shirt und Sonnencreme für eine halbe Stunde draußen und bekam den schlimmsten Sonnenbrand meines Lebens. Das soziale Verhalten von Kakerlaken ist beeindruckend, wenn man mal von der ekligen Seite absieht. Ich mußte abends viele von denen fangen. Als meine Freundin auf eine getreten ist, kamen gleich 5 andere, um die Tote zurück unters Sofa zu ziehen. Eine erfreuliche Erfahrung war, neben großen Schildkröten zu kiten und den Fischen beim Springen zu zusehen. Die Einheimischen sind sehr nett und hilfbereit. Sie helfen, wo sie können und erzählen dir gern mehr von den Inseln. Wir hatten nur unsere Kompaktkamera dabei, was definitiv ein Fehler war. Um gute Bilder von den Wellen zu bekommen, benötigt man eine gute Kamera mit großem Objektiv, da die Wellen weit vorm Strand anfangen zu brechen.

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